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Was ist ein Zwilling?

Als Zwillinge werden Verwachsungen von ein- oder mehreren Einzelkristallen einer Mineralart bezeichnet. In der Mineralogie sind vor allem solche Verwachsungen von Bedeutung, die nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten erfolgen. Unter einem Zwillingsgesetz wird die Symmetrieoperation verstanden, die das eine Zwillingsindividuum in das andere überführt bzw. es beschreibt die Orientierung der Zwillingspartner zueinander. Je nach Symmetrieoperation unterscheidet man zwischen Ebenenzwillingen (z.B. Quarz nach Brasilianer Gesetz), Achsenzwillinge (Quarz nach dem Dauphinéer Gesetz) und die Inversionszwillinge. Eine Form der Verzwillingung ist etwa die Verwachsung, bei der die Zwillingspartner entlang einer Spiegelebene aufeinander bezogen sind (z.B. beim Spinellgesetz). Dabei wird der Fall unterschieden, in dem die Zwillingsebene zugleich die Verwachsungsfläche ist – dies wird als Kontaktzwilling bezeichnet – oder sich die Zwillingspartner gegenseitig durchdringen, was als Durchdringungs- oder Penetrationszwilling bezeichnet wird. Weitere Beispiele für Zwillingsgesetze sind der Japaner Zwilling (Quarz), der Karlsbader Zwilling (Feldspat Durchdringungszwilling) und der Manebacher Zwilling (Feldspat Kontaktzwilling).