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Hydrogrossular aus Südafrika

"Transvaal-Jade" - eigentlich ein Granat
Anders als der unter dem Namen "Transvaal-Jade" bekannte Edelstein vermuten läßt, handelt es sich bei dem Mineral nicht um Jade, sondern um einen "Hydrogrossular", also einen Vertreter der Granatgruppe. "Granat-Jade" lautet daher eine weitere alte Fehlbezeichnung dieses wasserhaltigen Grossulars. "Hydrogrossular" ist ein sehr feinkörniges dichtes Gestein - gebildet aus intermediären Grossular-Katoit-Mischkristallen, die früher auch als Hibschit oder Plazolith bezeichnet wurden.

Der genaue Fundort
Der Fundort der südafrikanischen Hydrogrossulare liegt im Norden der Republik Südafrika in der Provinz North-West, die 1994 aus Teilen der ehemaligen Kapprovinz, der Provinz Transvaal und dem ehemaligen Homeland BophuthaTswana gebildet wurde. Die Fundstellen liegen etwa 70 km westlich von Pretoria im Rustenburg-Distrikt, auf dem Gebiet der Farmen Buffelspanein und Turfspanein. Der zum sogenannten Buschveld-Komplex gehörende Rustenburg-Distrikt ist reich an Bodenschätzen. So gehören die Platinminen von Rustenburg zu den größten der Erde. Abgebaut werden hier außerdem Asbest, Garnit, Chrom- und Zinnerze.

Wunderschöne Rot-Grün-Zonierungen
Besonders charakteristisch sind die Rot-Grün-Kombinationen des Minerals, die den Hydrogrossular zu einem begehrten Halbedelstein machen. Während die rosa bis rot gefärbten Partien des Granats auf Einschlüsse von Mangan zurückgehen, wird die grüne Farbe des Hydrogrossular durch chromitreiche Einlagerungen verursacht. Deutlich erkennbar ist der weißgraue Anorthosit - ein Tiefengestein, das fast nur aus Plagioklas besteht - von schwarzbraunen Chromitbändern druchzogen, die eine Mächtigkeit von bis zu 5 mm haben. In der Nähe des Anorthosit zeigt der Hydrogrossular daher eine grünliche Färbung, die mit zunehmendem Abstand in ein immer intensiveres Rot übergeht. Weitere Details zum Thema südafrikanischer Hydrogrossular finden sie in dem sehr informativen Lapis-Artikel, der unten angegeben ist!

Literatur

Hochleitner, R. & Vogt, M. (1998), Hydrogrossular als Edelstein:
"Transvaal-Jade" aus Afrika. Lapis 23 (10), S. 36-38.