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Atacamit aus Chile

Farbenprächtige Handstufen aus der Atacama-Wüste
Die chilenische Atacama-Wüste stand wochenlang im Focus der Weltöffentlichkeit, nachdem im Sommer 33 Bergleute in fast 700 Meter Tiefe bei einem Grubenunglück in der San José Mine verschüttet wurden bis 69 Tage später endlich die spektakuläre Rettung erfolgte. Das eher seltene Mineral Atacamit (auch Atakamit) ist nach ebendieser Atacama-Wüste benannt, wo er 1801 von D. de Gallizen entdeckt wurde. Die an Bodenschätzen reiche Atacama gilt als trockenste Wüste der Welt. Mit ihrem ariden Kima und dem salzreichen Milieu bietet sie ideale Voraussetzungen für die Entstehung des Kupferchlorids Atacamit, das sich bevorzugt in den Oxidationszonen der Kupferlagerstätten bildet. Mineralogisch gesehen gehört das dunkel- bis schwarzgrüne Kupfermineral zur Mineralienklasse der Oxihalogenide. Als Kupfererz zur Gewinnung von Kupfer ist Atacamit jedoch nur von untergeordneter Bedeutung. Beliebt ist der Atacamit als Sammlermineral vor allem wegen seiner herrlich smaragd- bis schwarzgrünen Farbe. Allerdings findet man das Kupfermineral tendenziell immer seltener auf dem Mineralienmarkt. Denn auch die schier unerschöpflich erscheinenden Vorräte der chilenischen Kupferminen gehen einmal zur Neige. Als Sammler kennt man das Phänomen von den einschlägigen Börsen: Einige Mineralien – vor allem Neufunde – sieht man zunächst Jahr für Jahr in reichlichen Mengen. Folglich lässt man sie links liegen, weil man denkt, sich später ja immer noch eine schöne Stufe für die Sammlung kaufen zu können nach dem Motto „die laufen nicht weg“. Im Jahr drauf ist die große Schwemme dann plötzlich vorüber und ehe man sich’s versieht, ist es oft zu spät, um sich aus einer großen Auswahl noch ein erschwingliches und ansprechendes Stück zu sichern. Im Oktober haben wir ein großes Lot mit etwa 80 ausgezeichneten Atacamit-Handstücken erworben, die alle noch aus dem Jahr 2008 stammen. In einem ersten Update präsentieren wir Ihnen daraus nun eine Auswahl mit den 31 besseren Stücken. Fundort ist die berühmte Mina La Farola in der Provinz Copiapó, die wohl die weltbesten Atacamitstufen hervorgebracht hat und bis vor einigen Jahren noch zuverlässig größere Mengen schönen Materials lieferte. Typisch für die La Farola Mine sind reichhaltige besetzte Stufen mit radialstrahligen oder blättrigen Aggregaten aus hochglänzenden Atacamitkristallen von herrlich tiefschwarzer Farbe. Als Begleitmineralien treten vor allem andere Kupfermineralien wie Chrysokoll, Libethenit und Pseudomalachit auf, außerdem Halloysit und Selenit. Der Libethenit bildet olivgrüne Büschel aus winzigen nadeligen Kristallen. Das Muttergestein besteht aus einem limonitischen Andesit, also einem intermediären vulkanischen Gestein. Viel Spaß bei Auswählen einer schönen Stufe!